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Eigene Gedichte

 

Frei nach Rainer Maria Rilke (aus Gedichtzeilen)

 

Wir haben uns langsam erkannt

Schon im ankommenden Wind haucht der Abschied

Mit dem Bekennen beginnt die Lüge

In meinen Armen verlor ich sie alle

 

Hohle Hand

Ausgestreckt
übersät mit Liebe
liegend wie in einer hohlen Hand
gedenkend
der Wollust des Morgens.
Wohlig aufgefangen
in den weich gepolsterten warmen Fingern
räkelnd
sinnend der Last der Vergangenheit

****

Wie der Tautropfen eine Knospe streift

so schleichen Nebelschwaden über die noch müde Erde

Wie dicke Tränentropfen meine Wange streicheln

so treibt der Wind versäumte Gerüche übers Land

Schmerzverzerrte Oberflächen lassen die Tiefe nur ahnen

Blitz und Donner im Bauch wiegen in den Schlafwunsch

***

An Philip

Und zurück gelassen hast du eine Mattigkeit

und ich zähl die Minuten des Glücks

die ich seit dir kenne

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Geschützt: Ich fürchte nichts als die Grenzen deiner Liebe…

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Ganz oder gar nicht

Es passiert sehr oft, dass ich wunderschöne Dates habe. Wir sind uns nahe, haben richtig geilen Sex und plötzlich fängt mein Lover an davon zu sprechen, wie es wäre, wenn wir verheiratet wären. Sofort stelle ich das klar, dass es doch von Anfang an klar war, wozu wir uns treffen, dass es um Sex geht, nicht um Liebe. Eine gewisse Verliebtheit darf ja sein, ohne das, könnte ich gar keinen guten Sex haben, aber Liebe…nein, das geht nicht…ich liebe meinen Mann und werde ihn nie verlassen.
Meist kommt am nächsten Tag nicht mehr viel und wenn ich dann nachfrage, was los sei, dann höre/lese ich, entweder gar nichts mehr, oder irgendeinen Unsinn. Ich dachte immer, es läge an mir, oder dass sie es sich dann doch anders überlegt hätten, bis sich mir dann mal einer von ihnen offenbarte und mir erzählte, dass er mich ganz haben wollte, oder gar nicht. Dass er das Gefühl hatte, ich fresse ihn auf, könnte Besitz von ihm nehmen, so stark seien die Gefühle zu mir gewesen…da bleibt nichts übrig als sich zu distanzieren. Nur die, mit denen ich leidenschaftlichen und sehr guten Sex hatte, die leiden lange, denn nach etwas wirklich Gutem kommt oft nur Mist nach. Wenn man mal einen richtig guten Wein getrunken hast, dann ist deine Zunge versaut, dann mag sie nichts mehr anderes schmecken.

Beim letzten Lover hatt ich irgendwie schon ganz früh die Vorahnung, es könnte wieder so sein. Allzu euphorisch war er im Umgang mit mir. Er redete am Telefon viel über seine Wünsche und Begierden, noch bevor wir uns das erste Mal zum Kaffee trafen. Da sagte ich schon zu ihm: Wenn die Götter einen strafen wollen, dann erhören sie seine Gebete. Er wusste nicht, was ich damit meinte…jetzt wird er es verstehen.
Schon damals dachte ich daran, dass er mir das Herz brechen wird, denn er hieß auch Michael, wie der, der es früher einmal tat…mir das Herz brechen.

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