Schlagwort-Archiv: Frau

10 Gründe warum Mann und Frau viel Sex haben sollten

Das habe ich im Internet gefunden und bei Gelegenheit schreibe ich meine Gründe noch dazu !

1 . Sex ist eine Schönheitsbehandlung. Wissenschaftliche Tests
haben bewiesen, daß Frauen beim Sex massenhaft Östrogene Hormone
produzieren, die für glänzende Haare und wunderschöne Haut sorgen.
Habt Ihr schon mal Informatiker aus dem 5.Semester gesehen?


2 . Sanftes, relaxendes ‘Liebe machen’ reduziert Dermatitis,
Hautausschläge und andere Makel der Haut. Der produzierte Schweiß
reinigt die Poren und bringt Ihre Haut zum glühen.


3 . ‘Liebe machen’ kann jene Kalorien verbrennen, die Du während
des romantischen Abendessens zu  dir genommen hast.


4 . Sex ist einer der sichersten Sportarten die man betreiben kann. Er
dehnt und kräftigt nahezu jeden Muskel im Körper. Es ist
vergnüglicher als 20 Runden zu schwimmen und man braucht keine
speziellen Turnschuhe!


5 . Sex ist ein schnelles Heilmittel für sanfte Depressionen. Beim
Sex wird im Körper Endorphin in dem Blutkreislauf freigesetzt, dies
produziert eine Art Euphorie und hinterläßt ein Wohlgefühl.


6 . Je mehr Sex man hat, desto mehr wird einem angeboten. Ein
sexuell aktiver Körper verbreitet größere Mengen an Chemikalien,
die Pheromone genannt werden. Diese subtilen Geschlechterparfüms
machen das andere Geschlecht verrückt!


7 . Sex ist das sicherste Beruhigungsmittel der Welt. ES IST 10 MAL
WIRKSAMER ALS VALIUM.


8. Jeden Tag zu küssen, hält den Zahnarzt fern. Küssen produziert
Speichel, der die Nahrung von den Zähnen wäscht und senkt den
Säuregehalt, der Zerfall verursacht und somit wird Plaque-Aufbau
verhindert.


9 . Sex beruhigt tatsächlich Kopfschmerzen. Eine Liebes-Session
kann die Verspannungen der Blutgefässe im Gehirn entspannen.


10 . Viel Sex kann eine verstopfte Nase befreien. Sex ist ein
nationales Antihistamin. Es kann helfen, Asthma und Heuschnupfen zu
bekämpfen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Eine Reportage über mich

In der anthroposophischen Zeitschrift Info3 erschien im Sommer 2005 eine Reportage über mich, die ich euch nicht vorenthalten will, da sie mit viel Herzblut geschrieben wurde und ich den Journalisten sehr mag.

Ihr könnt auf unten stehenden Link klicken und dabei auch die Bilder, die in der Zeitschrift waren sehen, oder ihr lest einfach hier weiter!

 

Zum Artikel der Zeitschrift Info3 “6 Frauen und ein Geheimnis”

 

Frau-sein extrem

In den nächsten Minuten will ich Ihnen sechs sehr unterschiedliche Frauen und ihr gemeinsames Geheimnis vorstellen. Aus dem Geheimnis wird ein Rätsel. Dies ist eine Einladung in die Welt der Wunden, der Heilung und der Frage, was meine DVD-Sammlung damit zu tun hat.

“Die Waldorfmutter”

Ich habe ein schönes Kinderbilderbuch mit dem Titel Die Wurzelkinder. In diesem Buch bereitet “Mutter Erde” mit ihren Wurzelkindern die Welt auf den Frühling vor. Sie leitet die emsige Kinderschar an, wie man Marienkäfer bemalt und Blumenkleider näht. “Waldorfmutter Erde” trägt ein braunes Kleid und alles an ihr ist Mutter und Erde. Duftende, vitale, gesunde Erde. Runde, liebe, sorgende Mutter. So ist “die Waldorfmutter”, und wenn sie schwanger ist, dann näht, zupft und strickt sie alles das, was man auf einem Jahreszeitentisch findet. Sie macht alles schön und fein, und was sie macht, macht sie mit Liebe. Sie strahlt Fröhlichkeit aus und ihr Göttername wäre Demeter.

“Die Waldorfmutter” ist oft unsicher, ob sie alles richtig macht. Gerade diese Unsicherheit macht sie zu jemandem, der Waldorfpädagogik niemals normativ, sondern immer situativ am konkreten Kind entstehen lässt. “Die Waldorfmutter” weiß einiges über Waldorfpädagogik. Weil es ihr nicht genügte, in diverser Sekundärliteratur etwas über Waldorf und Anthroposophie nachzulesen, öffnete sie mit ihrem Ehemann einem anthroposophischen Arbeitskreis ihr Haus. Hier liest sie mit Freunden der “Szene” Texte von Rudolf Steiner und schafft sich so ein spirituelles Fundament für ihr Leben als Waldorfmutter.

“Die Kranke”

Sie hat immer Schmerzen. Es sind Messerschmerzen, die von innen kommen und die ihren Körper verbiegen. Rheuma ist eine Qual und man kann diese Qual nie ganz wegmachen. Man kann das kranke Material in einer Operation abschälen. “Die Kranke” wurde operiert. Man kann an dieser Krankheit nicht sterben, aber Rheuma kann den Körper so schwächen, dass er keine Kraft mehr hat, um sich gegen banale Erkrankungen zu wehren. Die innig geliebte Schwester “der Kranken” hatte auch Rheuma und starb irgendwann an einer Grippe. Man kann Medikamente nehmen und Therapien machen. “Die Kranke” hat beides gemacht und wird ihr Leben lang eine Kranke sein.

Nach einer Operation hat sie vier Stunden geweint und geschrieen. Wegen des Schmerzes, aber vor allem wegen der Angst vor der Zukunft. Sie sehnt sich danach, wieder Musik spielen zu dürfen und sie will die schmerzhafte Verformung ihrer Finger stoppen. Wenn man chronisch krank ist, dann ist es so, dass alles um einen herum geht und das Einzige, was bleibt, die Krankheit ist. Irgendwann weigern sich die Füße zu laufen und die Hände wollen nicht mehr greifen, nur der Schmerz bleibt treu. “Die Kranke” ist eine Frau, der man ihr Leid nicht sofort ansieht, aber ein zweiter Blick verrät den Dauerschmerz, der die Knochen verbiegt.

“Die Sterbebegleiterin”

Sie arbeitet in der mobilen Hospizbewegung – da wo Menschen sterben. Materialistisch gesehen ist ein Hospiz vor allem eines: unnütz. Viel Zeit und noch mehr Geld in jemanden zu stecken, der nichts anderes vor sich hat als den baldigen Tod, ist eine Erfindung, die sich nur Menschen ausdenken können. Ein Hospiz ist das Menschlichste, was es auf der Welt gibt.

“Die Sterbebegleiterin” macht diesen Menschenjob seit vielen Jahren. Sie ging in dieser Zeit viele Wege bis zur Grenze und war für viele Menschen das Letzte, was diese mit irdischen Augen sahen. So unterschiedlich die Menschen leben, so unterschiedlich sterben sie und so verschieden die Bedürfnisse der Lebenden, so verschieden sind die Bedürfnisse der Sterbenden. Manchen liest sie noch etwas vor, manchen sagt sie eines der vielen auswendig gelernten Gedichte auf, manche streichelt sie beim Gang über die Schwelle, anderen hält sie die Hand, und für wieder andere verlässt sie kurz das Zimmer, weil diese den letzten Schritt alleine tun wollen. “Die Sterbebegleiterin” lebt mit dem Tod der anderen und sie wird in der Hospizbewegung gerne für die “besonders schweren Fälle” eingesetzt. Wer als Sterbender in ihre klaren, blauen Augen blickt, schaut etwas von seiner himmlischen Zukunft.

“Die Domina”

Ihr Job ist es, Macht auszuüben und Ohnmacht zu erzeugen. Männer zahlen viel Geld für noch mehr Qualen. Sie entrichten ihren Tribut für Nadeln in Penisse, Peitschenschläge auf den Hintern und abgebundene Gliedmaßen. “Die Domina” beschimpft ihre Kunden, sie vollzieht Scheinschlachtungen und verrichtet ihre Toilette in den geöffneten Mund ihrer Sklaven. Ihre Sklaven verehren “die Domina” besonders dafür, dass sie ein untrügerisches Gespür für ihre verborgenen Bedürfnisse hat, die sie besser zu kennen scheint als die Männer selbst. In ihrem Studio weinen starke Männer, winseln Söhne von anti-autoritären Eltern, ejakulieren Ehegatten von ahnungslosen Frauen, knien gefesselte Priester und gehorchen Manager mit Führungsqualitäten. “Die Domina” verliert bei keiner Behandlung die Achtung vor ihren Kunden, sie würdigt den Wunsch nach Erniedrigung und sie empfindet selbst Lust an der Dominanz. Es ist diese Authentizität, die ihre zahlreichen Kunden an ihr schätzen und verehren. Sie spielt nicht Domina für Geld, sie ist eine Domina aus Neigung. Ihre großen Brüste, die weiche Stimme und das großflächige Gesicht bilden einen Raum, in den ein Mann sich fallen lassen kann. “Die Domina” schafft für ihre Kunden einen Ort mit harten Grenzen, strengen Gesetzen und einer alles dominierenden Weiblichkeit.

“Die Trauerbegleiterin”

Der Schrei zerriss alles. Er zerriss alles bis in den tiefsten Grund ihrer Seele. Damals wusste sie sofort, was geschehen war. Eine heimliche Angst und eine furchtbare Ahnung hatten es ihr vorausgesagt. Dieses nagende, unerschütterliche Gefühl, das sie nie loswurde. Hätten ihre Verdrängungsmechanismen nicht so gut funktioniert, hätte sie es als tiefe Gewissheit in sich getragen, dass ihr Sohn Felix sterben würde. Der “plötzliche Kindstod” war ein “erwarteter Kindstod”. Am Anfang war sie selbst eine Trauernde, die nicht wusste, warum sie selbst weiteratmen konnte, als ihr Kind zur Obduktion in eine Plastikhülle gesteckt wurde. Danach lebte sie eine lange Zeit im reinen Schmerz. Die Zeit verging und der Schmerz veränderte sich. Jetzt wurde aus der Trauernden “die Trauerbegleiterin”. Sie geht zu den Eltern, wenn das Liebste gegangen ist, sie steht mit ihnen im Feuer und verbrennt nicht und sie will ihnen das geben, was sie damals nicht bekommen hat: ein Ohr, ein Herz und eine Hand. Sie hört stundenlang zu. Sie öffnet ihre erfahrene Seele und sie kann zupacken und Dinge tun, von denen sie weiß, dass sie helfen, die Minuten, Stunden und Tage bis zum Begräbnis und die ewige Zeit danach zu überleben.

“Die Trauerbegleiterin” wird von den Müttern und Vätern als “ein Engel” bezeichnet. Sie ist es aber nicht nur den Eltern auf Erden, sondern auch den Kindern auf dem Weg zum Himmel, den sie nun freier gehen können, weil der Schmerz der Eltern sie nicht mehr am Boden hält.

Das Geheimnis

Das Geheimnis der bisher geschilderten fünf Frauen wird – sofern Sie, liebe LeserInnen es nicht bereits ahnen – von der sechsten Frau gelöst. Nennen wir sie Gabriele. Sie sitzt neben mir auf dem Sofa und erzählt, dass ihr manchmal verwirrende Dinge passieren.

Einmal stand Gabriele vor einem kleinen Kind und wollte es fotografieren. Das Kind lag in einem Sarg und die Eltern fanden keine Kraft, ihr lebloses Baby in diesem Zustand zu betrachten. Gabriele wusste aus eigener, qualvoller Erfahrung, dass es für den inneren Abschied hilfreich sein konnte das Kind so zu sehen, wie es wirklich am physischen Ende aussah. In aller Regel – das war ihre Erfahrung, die sie seit Jahren als Trauerbegleiterin gemacht hatte – waren die Vorstellungen der Hinterbliebenen erdrückender als die Bilder der Realität. Darum das Foto. Sie nahm ihre Digitalkamera und schaltete sie an. Auf dem kleinen Display leuchtete hell das Bild, welches sie zuletzt mit dieser Kamera gemacht hatte: Ein Arsch mit feuerroten, blutigen Striemen starrte sie an. Gabriele hatte es von einem ihrer Sklavenkunden geschossen.

Gabriele ist die Trauerbegleiterin. Gabriele ist die Domina.

Wenn Gabriele ihren eigenen Kindern oder den Kollegen in dem anthroposophischen Lesekreis von ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Sterbebegleiterin erzählt, dann muss sie sich manchmal auf die Zunge beißen, um nicht von jedem letzten Liebesdienst zu berichten, den sie gerade verrichtet hat. In das Bild, das sich ihre Freunde aus dem anthroposophischen Umfeld über die Arbeit in dem Hospiz machen, passen keine letzten Wünsche, die damit zu tun haben, dass alte, kranke Menschen noch einmal einen Orgasmus spüren wollen, bevor sie kurz darauf sterben.

Gabriele ist die Sterbebegleiterin, sie ist die Waldorfmutter.

Wenn Gabriele Sterbende und Trauernde begleitet, wenn sie Männer züchtigt, wenn sie Waldorfmutter ist und auch wenn sie einfach nur neben mir auf dem Sofa sitzt, hat sie immer Schmerzen. Rheuma frisst sich seinen Weg und die Schritte der Krankheit werden größer, ihre eigenen Schritte werden kleiner – und jede Bewegung schmerzt…

Gabriele ist alle diese Frauen und sie lebt jedes dieser Leben ganz und gar.

“Gute Gabriele” und “böse Gabriele”

Gabriele tut Dinge, die eigentlich nicht in ein Bild passen. Sie schlägt, demütigt und quält. Sie tröstet, heilt und begleitet, sie leidet, weint, lacht und kämpft – und jede dieser Rollen füllt sie so authentisch aus, dass wir glauben, jeweils die “wahre Gabriele” vor uns zu haben. Wenn wir aber alle Rollen kennen, sind wir verwirrt. Wir könnten uns irgendwie damit arrangieren, wenn jemand entweder das eine oder das andere ist. Entweder eine Domina oder eine Anthroposophin. Aber wir werden verlegen, wenn wir auf einen Menschen treffen, der beides lebt, beides liebt und beides in ein Bild bringt. Sollen wir sie nun eine anthroposophische Domina nennen? Oder eine dominante Anthroposophin? Oder hat sie nur noch nicht den richtigen Weg gefunden und am Ende wird alles gut, wenn sie nur noch Puppen näht und Trauerbegleitung macht? Lebt sie einen Teil ihres Lebens richtig und einen anderen falsch?

Gabriele kann alle diese Frauen sein, weil sie allen einen Raum zuweist, weil sie ihr Leben nicht an den Maßstäben ihrer Umgebung ausrichtet, sondern es so lebt, wie sie es gerade in diesem Moment leben will, und so, dass es ihr gut tut. Sie strebt nach Glück und Befriedigung, aber verleugnet nicht die Not und Traurigkeit. Sie spaltet nichts ab, sie verdrängt nicht, sie nimmt an, unterscheidet nicht in “gute Gabriele” und “böse Gabriele”, nicht in moralisch und unmoralisch.

Die Frau neben mir auf dem Sofa erzählt von Bedürfnissen, Begierden, Schmerzen und Sehnsüchten, und sie lädt jede dieser Emotionen ein, eine Form zu finden, in der sie sich angemessen entfalten können. Doppelgänger haben es bei dieser Frau schwer.

In diesem bewussten Wahrnehmen und Annehmen verändert sich alles. Wahrnehmen, Bewusstmachen und Annehmen führt nicht dazu, dass sie ihre Gefühle kontrolliert, sie transformiert diese Gefühle. Sie werden zu einem Zustand, zu einer reinen, wertfreien Energie. So muss sie nicht in die Welt hineinstarren, die in Glück und Unglück das Ich auf ihren Wellen trägt. Sie findet zu ihrem Ich einfach dadurch, dass sie mit dieser Energie ihr Schicksal gestaltet.(1)

Viele von Gabrieles Freunden glauben, man müsse sich davor in Acht nehmen, negative, vergiftete und üble Energien einzuatmen. Sie halten die Luft an, wenn sie leidvollen, bösen und modrigen Geruch wahrnehmen. Aber die Luft anzuhalten, war für sie keine Lösung. Wenn man glaubt, man solle nur das Glück einatmen, weil das Unglück einen vergiftet, dann führt das dazu, dass man vor Angst erstickt. Weil sie Schmerz, das Unglück und die reale Negativität bewusst einatmet und annimmt, macht sie das Herz zum Transformationsorgan und kann alles Leiden beim Ausatmen in Positivität und Glück verwandeln.

Gabriele hat sich nie einem Schmerz verschlossen, weder ihrem noch dem von anderen. Sie trinkt das Unglück und Leid ihrer Mitmenschen und verströmt es als Freude und Seligkeit.

Mittlerweile sitze ich mit Gabriele beim Italiener. Sie isst eine Pizza mit allem, was an scharfen Zutaten zu bekommen ist – es ist, als würde sie nichts auslassen wollen, als würde sie die ganze Schärfe fordern. So essend gibt sie mir das Gefühl, als hätte alles mit allem zu tun. Wenn sie verwaiste Eltern tröstet, streichelt sie ihr eigenes Verwaist-sein, wenn sie Menschen in den Tod begleitet, steht ihre verstorbene Schwester ihr bei, wenn sie bei Rudolf Steiner über seine dramatischen übersinnlichen Erlebnisse liest, dann erlebt sie den Tag wieder, an dem sie ihr gestorbenes Kind vor Glück über seinen eigenen Tod Tränen lachen sah. Wenn sie Männer demütigt, dann kann sie dies mit Respekt vollziehen, weil sie ihrem eigenen Vater den Missbrauch verziehen hat.

Die Selbstheilerin

Irgendwann fand Gabriele heraus, wie ihr roher Vater als Kriegsflüchtlingskind gebrochen wurde. Aus dem kleinen, misshandelten Jungen wurden ein großer, misshandelnder Vater und ein betrunkener, grober Ehemann. Sechs Monate, nachdem ihr kleines Kind gestorben war, starb auch ihr Vater. Sie weinte ihm keine Träne nach. Viele Jahre später aber besuchte sie ihre alte Heimat wieder und betrat das unfreundliche elterliche Gasthaus, in dem sie ihre Kindheit verbracht hatte. Sie ging noch einmal in den Keller. Dort hatte sie als junges Mädchen in letzter Sekunde verhindert, dass sich ihre Mutter erhängte. Es hatte damals zuerst einen langen, kurzen Moment gedauert, bis sie ihr zu Hilfe eilte – sie hatte gezögert, weil sie nicht sicher war, was schlimmer für ihre Mutter wäre: am Strick oder am Leben zu hängen. Am Strick gab es wenigstens nicht diesen Mann.

Als sie jetzt wieder als erwachsene Frau im Keller stand, spürte sie, dass sich etwas in ihr verändert hatte: “Ich verzeihe dir und es tut mir alles so furchtbar leid”, sagte sie leise zu ihrem Vater im Himmel.

Gabriele hatte den Teufelskreis von Gedemütigt-werden und selber demütigen, von Gewalt und Gegengewalt, von Täter, Opfer, wieder Täter und neuer Opfer auf ihre eigene ungewöhnliche, paradoxe Weise längst durchbrochen.

Wir wissen, was sie tat. Sie demütigt und übt Gewalt an Männern aus, die sich diese Grenzerfahrung sehnlichst wünschen, sie begleitete Menschen, die bereit waren zu sterben, und solche, die am Tod litten. Indem sie das alles für andere tat, heilte sie sich selber.

Die Arbeit einer Domina, einer Sterbebegleiterin oder Trauerbegleiterin erfordert zu jeder Zeit die Fähigkeit des totalen Mitgefühls und gleichzeitig die Kraft der völligen Selbstkontrolle. Eine gute Domina braucht eigene Geilheit, aber wenn sie sich im Rausch verliert, verletzt sie ihre Kunden lebensgefährlich. Eine Sterbebegleiterin muss wirklich mitgehen, aber wenn sie am Ende nicht loslässt, ist sie ein Hindernis. Eine Trauerbegleiterin muss das Tal der Tränen kennen, aber wenn sie mit in den bodenlosen Schmerz stürzt, reißt sie die anderen gleich mit. Ohne Handeln aus Geistesgegenwart, ohne die Fähigkeit der Intuition würde sie täglich Fehler mit fatalen Folgen begehen und sie wäre in jeder ihrer unterschiedlichen Leben verloren. Sie erlebt das, was Bernhard Lievegoed das “Mysterium des Handelns” nennt. Jelle van der Meulen fasst den Erkenntnisweg der Tat so zusammen: “Zuerst das intuitive Handeln, danach das inspirative Durchfühlen und imaginative Begreifen der Bedeutung unserer Handlung” (2).

Gabriele greift täglich massiv helfend in das Schicksal anderer Menschen ein. Sie reißt Teufelskreise auseinander und knüpft aus diesem Material neue Lebensfäden. Einmal wird dieser Faden in einer Wollpuppe verarbeitet, einmal an eine Peitsche gebunden und ein anderes Mal in eine Nabelschnur zwischen Lebenden und Toten verwandelt. Ethischer Individualismus und moralische Phantasie im Praxistest.

Rambo und der Wurzelzwerg

Als ich Gabriele beim Abschied zum Auto bringe, öffnet sie den Kofferraum und überreicht mir drei Kartons. Sie sind gefüllt mit Stoff- und Wollpüppchen, mit Feen, Zwergen und Schäfchen. Sie und ihre Kinder sind aus dieser Phase herausgewachsen, im Gegensatz zu mir und meinem Sohn. Die Waldorfmutter schenkt mir alle ihre kleinen Gesellen und verabschiedet sich zügig – sie will auf dem Heimweg zu ihrem Ehemann noch bei einem Kunden vorbeifahren, der bereits sehnsüchtig darauf wartet, nackt an einen Baum gefesselt zu werden. Zu lange darf das aber nicht dauern, denn sie muss morgen früh raus: Als Parteimitglied der Grünen arbeitet sie seit Jahren engagiert an der örtlichen Basis und ihre Parteifreunde schätzen an ihr, dass sie sich so authentisch für die grüne Sache einsetzt.

Ihr Auto fährt fort und ich sehe einer Frau hinterher, die in wenigen Stunden die unterschiedlichsten Welten verflicht. Durch ihr Leben und Handeln fasst sie Dinge in ein Bild zusammen, die schmerzhaft entzweit sind. Sie versöhnt die auseinander gefallenen Welten dadurch, dass sie mit verwundeten Menschen aus verschiedenen Welten verwächst.

Damit Verwundete aus allen Welten an sie anwachsen können, sich an einen gemeinsamen, reinigenden Blutkreislauf anschließen können, muss sie selber immer wieder zur Wunde werden.

Ich gehe in mein Zimmer, nehme die “Mutter Erde” aus dem Karton und stelle sie auf den Jahreszeitentisch. Die Wurzelzwerge und Marienkäfer schmiegen sich an ihren Rock. Ihr Blick geht über die Kleinen auf den Seidentüchern, wandert über die Werke von Emil Bock im Bücherregal hinweg und landet in meiner DVD-Sammlung. Sie schaut auf Rambo I bis III und auf Bi im Swingerclub. “Mutter Erde” lächelt leise. Das ganze Bild kommt ihr vertraut vor …

6 Frauen und ein Geheimnis

1. Vergl. Rudolf Steiner: Etwas vom Geist-Erleben und Schicksal-Gestalten. In: Anthroposophische Leitsätze

2. Jelle van der Meulen: Mittendrin, S. 149, Urachhaus 1997

reportagenfotoblog

Veröffentlicht unter BDSM | Verschlagwortet mit , , , | Ein Kommentar

Todesengel

Ja, inzwischen muss ich es bekennen, ich bin ein Todesengel. Ich bringe Tod und sonstiges Ungemach über die Menschen.

 

Es läuft gut an. Die schriftliche Kommunikation klappt hervorragend. Nach dem Fototausch sind beide entzückt und das Telefonat schafft bereits eine innige Verbindung, die so erstmal nicht zu erklären ist…denn man kennt sich schließlich noch nicht real.

Dann kommt der Tag des ersten Treffens. Da sterben plötzlich Oma, Opa, Onkel, Tanten, Mama, Papa, da gehen Fimen pleite, die Kinder haben schwere Unfälle, sie selbst haben furchtbare Unfälle, oder sind plötzlich schwer an Krebs erkrankt.

 

Ein einfaches: “Ich möchte (doch) nicht!”, hätte auch gereicht, oder nicht?

Vielleicht darf ich mich am Ende dann doch noch geschmeichelt fühlen, wenn einfache Worte nicht reichen, sondern schwere Geschütze aufgefahren werden müssen, die wahren Gründe zu verschleiern.

 

Am Anfang dachte ich noch: “Das sind aber komisch viele Zufälle!”, da sie immer kurz vor dem ersten Date, oder dem ersten Telefonat eintraten. Und ich dachte eine kurze Zeit lang, dass ich das Unglück meiner angehenden Fickhengste wohl anziehe.

Bis zu jenem Tag als mich einer anschrieb. Die Kommunikation war genau so gut wie die erste und beim Fototausch erkannte ich, dass der mich schon einmal angeschrieben hatte und ich erinnerte mich, dass seine Frau an Krebs erkrankt war und seiner Firma Konkurs drohte.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein anderes Profilfoto hochgeladen, sodass er mich nicht erkannte. (Komischerweise bekomme ich immer dann Mails von den Unglücksraben, wenn ich das Foto wechsle. Da denken sie womöglich, dass sie eine andere Frau vor sich haben?)

Jedenfalls fragte ich ihn vorsichtig, wie es ihm ginge usw. ob er sich in seinem Job wohl fühlt, ohne mich erkennen zu geben. Ihr wisst, was jetzt kommt! Alles sei OK, seine Firma laufe gut und mit der daraus resultierenden Selbstständigkeit, könne er sich gut tagsüber Dates einrichten, ohne dass die Frau was merkt (wohlgemerkt, DIE Frau, nicht SEINE Frau!), da daheim schon seit Jahren nichts mehr läuft, nachdem die Kids geboren wurden und ihm das sehr fehlt. Da fragte ich noch einmal, ob er nicht doch wegen Krankheit seiner Frau eine Fickaffäre sucht. Nein, seine Frau sei nicht krank, sie will nur keinen Sex mehr und würden nur wegen der Kinder zusammen bleiben.

 

Doch kein Todesengel…Glück gehabt!?

 

Veröffentlicht unter Tagebuch | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Fisting

Fisting ist die einzige Spielart beim Sex für mich, bei der ein leichter Schmerz nicht nur erlaubt ist, sondern auch erwünscht und wisst ihr auch warum?

Da macht FRAU sich einen Effekt zunutze, der unter der Geburt stattfindet. Wenn die Austreibungsphase beginnt und der Schmerz ins Unterträgliche steigt, setzt der Körper Glückshormone frei, die den ganzen Körper überschwemmen, um den Schmerz erträglicher zu machen und dann im Glück zu versinken, wenn FRAU die Strapaze überwunden hat und das Baby im Arm hält.

Beim fisting, besonders wenn es ein bisschen weh tut am Anfang, tritt das auch ein. Zwar nicht so, wie unter der Geburt, aber es reicht, um ins Nirvana zu fliegen und nicht mehr zu wissen, wo man sich gerade befindet.

Also ihr lieben Frauen, nur keine Angst beim fisting…es ist gigantisch!


Veröffentlicht unter Wie ich ticke! | Verschlagwortet mit , , | Ein Kommentar

Erster Swingerclubbesuch

Wir hatten viel über Swingerclubs gehört und gelesen, Robert noch mehr als ich. Alleine die Frage, was man dort anzieht, beschäftigte uns einen ganzen Tag. Wir liefen von einem Kaufhaus in das nächste und probier­ten viele Sachen an. Robert fand das sehr erregend, mit mir in die enge Kabine zu gehen und mich beim Umzie­hen zu beobachten. Auch wenn er mich nicht anfasste, sah ich seinen Steifen unter der Jeans abgezeichnet. Die Verkäuferinnen schauten uns meist mit einem ver­stohlenen Blick nach, aber das störte uns nicht.

Robert fand, dass an mir ein erotischer Body am besten aussah und kaufte mir einen in Lila mit einem spitzenbe­setztem Décolleté und durchsichtigem Bauchteil. Ich musste mehrere Größen probieren, da das BH-Teil im­mer zu klein war und Robert es schrecklich fand, mei­nen Busen so eingeschnürt zu sehen. Am Ende probier­te ich einen in der Größe 85 F an, der mir dann endlich passte.

Wir entschieden uns für einen Club mit Pärchenzimmer und meldeten uns für einen Samstagabend an. In so ei­nem Paareraum durfte kein Männerüberschuss herr­schen, Frauenüberschuss schon. Das sollte Paaren die Möglichkeit geben, sich ungestört und in der Öffentlich­keit beim Liebesspiel zu zeigen, ohne dass sich Single­männer einmischten und damit störten.

Als Anfänger wollten wir uns fremde Männer nicht gleich zulassen, für uns beide war es schon eine enorme Überwindung, vor vielen uns unbekannten Menschen Sex miteinander zu haben.

Im Internet sah ich mir Clubs an, die ein Ampelzimmer hatten. Das fand ich eine gelungene Idee. Vor der Tür befand sich eine Ampel, meist auf Karton gemalt und manchmal sogar eine echte. Die Paare konnten sie nach ihren Wünschen einstellen. Rot bedeutet, die Tür bleibt zu und Zuschauer sind unerwünscht. Gelb signali­siert: die Tür darf geöffnet werden und Zuschauer sind eingeladen. Grün sagt: jeder, der mag, kann sich dazugesellen. So konnte man sich zum Beispiel erst einmal ungestört dem Vorspiel hingeben und später die Ampel auf gelb schalten, damit man beim Verkehr Zu­schauer hatte.

Immer wieder drängten sich mir Fantasien auf, bei de­nen ich Sex mit einer Frau hatte. Ich stellte mir vor, eine Möse zu lecken, den Saft zu schmecken und den Busen der Frau zu liebkosen.

Die Tür des Clubs öffnete ein netter junger Mann, der nur mit einem sehr knappen Ledertanga bekleidet war. Wir sagten ihm unsere Namen und dass wir neu waren. Wir sollten uns umziehen und uns bei ihm melden, meinte er freundlich, damit er mit uns einen Rundgang durch den Club machen könne. Dabei erklärte er uns auch die Regeln und auf was wir zu achten hätten.

Er ging mit uns durch alle Räume. Der Club war sehr schön eingerichtet und sauber, mit großer Außenfläche, die Getränke waren gut gekühlt und das Buffet reichhal­tig. Auf Podesten lagen nebeneinander mehrere Matrat­zen, farblich mit der Einrichtung abgestimmt. Überall waren kleine Kissen und Körbchen mit Kondomen und Kosmetiktüchern. Sogar eine Sauna und ein Whirlpool waren vorhanden.

Nach dem Rundgang tranken wir etwas an der sehr schön ausgestatteten Bar und schauten uns die ande­ren Besucher an. Ich war richtig deprimiert, weil nur junge Leute da waren. Die Frauen waren alle sehr hübsch und sexy angezogen. Sie zeigten sich gern und sonnten sich in den Blicken der umstehenden Männer.

Robert hatte nur Augen für mich und konnte es nicht lassen, dauernd an mir herumzufummeln. Wir gingen nach oben in das Pärchenzimmer und machten es uns gemütlich. Robert begann, mich zu streicheln und zog mich dabei aus. Dabei beobachtet zu werden störte mich zwar sehr, aber es war auf eine ganz besondere Art auch erregend.

Als er mich gerade genussvoll leckte, betrat ein anderes Pärchen leise die Lusthöhle. Sie waren älter als wir und wirkten cluberfahren, ich hatte sie beim Rundgang schon in einem anderen Raum, in ihr Spiel vertieft, gesehen.

Die Frau des Pärchens legte sich direkt neben mich und schob ihre Hand zwischen uns. Ich schaute sie an und griff nach ihrer Hand. Sie zog sie nicht weg. Sachte streichelte ich ihre Hüften mit dem Handrücken und sie ließ es geschehen. Da rollte ich mich zu ihr und fing an, ihre Brustwarzen zu lecken und ihren Bauch zu streicheln. Die Männer zogen sich zurück und schauten unserem Treiben zu. Es war völlig neu für mich, eine Brustwarze zu knabbern, sie zu lecken und bei einer fremden Frau mit der Hand die Möse zu erkunden. Ich war aufgeregt wie nie zuvor. Robert meinte später, ich hätte ein ganz rotes Gesicht gehabt.

Mit sanfter Gewalt drückte sie mich auf die Matratze zurück und kniete sich über mich. Sie drückte mir, mit dem Becken kreisend, ihre Möse ins Gesicht und erkun­dete währenddessen meine Lustgrotte. Wir leckten uns gegenseitig.

Meinen Mösensaft mochte ich gern, doch ihrer schmeckte mir überhaupt nicht, aber ich leckte sie wei­ter. Ich saugte ihre Klitoris in meinen Mund und lutschte daran wie an einer Eichel, sie stöhnte und wurde wild. Meine Möse bearbeitete sie für meine Begriffe viel zu fest und lecken konnte sie auch nicht gut. Aber in dieser Situation zu sein war derart faszinierend, dass ich das nicht beenden wollte.

Die Männer begannen irgendwann, sich einzumischen. Zu viert streichelten wir uns gegenseitig und als ich mich zwischen ihre Beine kauerte und sie leckte, fickte mich ihr Mann dabei von hinten. Robert wurde von ihr gebla­sen.

Als ich nach einiger Zeit frisch geduscht vor meinem Teller mit Häppchen und Salat saß, wurde mir erst be­wusst, was passiert war. Dieses Erlebnis musste ich erst einmal Revue passieren lassen und verdauen. Beim Biss in ein Kanapee roch ich an meinen Fingern noch ihren Mösensaft, der einen sehr unangenehmen Geruch hatte. Auch wenn sie nicht so roch, wie ich mir das gewünscht hätte, war es dennoch gut gewesen, dass ich unser Spiel nicht beendet hatte. Dieses Erleb­nis überhaupt gehabt zu haben, fand ich schon erstaun­lich genug und durchaus faszinierend.

Einen Orgasmus hatte ich den ganzen Abend nicht, ich war viel zu aufgeregt gewesen. Ich wollte nach Hause fahren. Robert wäre zwar gern noch in die Sauna ge­gangen, gab aber dann doch nach. Auf dem Weg nach Hause hing ich meinen Gedanken nach. Aufgeputscht von den neuen Erlebnissen und Erfahrungen, gepaart mit meinen Gedanken, steigerte sich meine Lust immer mehr.

“Halt irgendwo an, ich muss jetzt ficken!“, forderte ich Robert auf. Wir liebten uns im Auto bis tief in die Nacht, in wilder Raserei und mit heftigen Orgasmen.

Veröffentlicht unter Erotische Geschichten | Verschlagwortet mit , , , | Ein Kommentar